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Die IVCG

 
Ausgabe 06/02 

... und nach dem Tod?

 

«Sokrates überwand das Sterben. Christus überwand den Tod. Mit dem Sterben fertig zu werden, bedeutet noch nicht, mit dem Tod fertig zu werden. Die Überwindung des Sterbens ist im Bereich menschlicher Möglichkeit. Überwindung des Todes heißt Auferstehung. » Dietrich Bonhoeffer

«Ich war drüben!» berichtet die ältere Dame, die nach einem Herzstillstand reanimiert worden war. Sie bedauert, dass sie nun mit vielen Altersbeschwerden weiterleben muss. Durch den Fortschritt der Intensiv-Medizin können immer mehr Menschen zurückgeholt werden und Berichte über Sterbeerlebnisse häufen sich.

Wenn man die zahlreichen Berichte zum Thema «Nah-Tod-Erlebnisse» zusammenfasst, so erhält man zunächst das folgende Bild: Der/die Sterbende tritt aus dem Körper heraus. Anwesende Personen werden wahrgenommen. Man möchte auf sich aufmerksam machen und muss feststellen, dass dies nicht gelingt. Danach schildern Menschen das typische «Tunnelerlebnis ». Es geht in nie gekannter Bewusstseinsklarheit mit rasender Geschwindigkeit in eine andere Welt. Gleißendhell beleuchtete Wiesen oder Naturlandschaften werden beschrieben oder Lichtstädte von erlesener Architektur. Eine Schranke, wo gleichsam eine «Zutrittsberechtigung » für diese herrliche Welt eingefordert wird, scheint die Grenze zu sein, die nicht überschritten wird. Der Wiederbelebte kehrt mit Bedauern in seinen Körper zurück. Der Alltag mit all seinen Beschränkungen regiert ihn wieder.

Worüber man wenig spricht ...


Wenig berichtet wird von Menschen, die außergewöhnlich unangenehme Nahtod-Erlebnisse1 hatten. Rawlings2, ein Herzspezialist, hat nach Befragung einiger seiner Patienten darauf hingewiesen, dass

  • nur 20% der Wiederbelebten sich überhaupt an Nahtod-Erlebnisse erinnern können;

  • 50% davon Negatives, ja sogar außerordentlich Schreckliches erlebt haben.


Wiederbelebte erlebten sich in der Hölle, berichteten über gewalttätige Wesen und Quälgeister. Die Betroffenen waren froh, wieder in diese Welt zurückgekehrt zu sein.

Besonders markant ist der Bericht eines schwer verunfallten Mannes.2 Er befand sich am Strand eines riesigen, brennenden Sees und traf dort Menschen, welche in absoluter Hoffnungslosigkeit erstarrten. Ein Lichtwesen trat in diese schreckliche Szenerie. Er erkannte Jesus Christus und bat um die Chance, zurückkehren bzw. diesen schrecklichen Ort verlassen zu dürfen. Augenblicklich fand er sich im Aufwachzimmer des Krankenhauses wie der. Seine Genesung machte rasche Fortschritte.

Nahtod-Erlebnisse mit Negativinhalten werden kaum bekannt gemacht. Berühmte Sterbeforscher wie Dr. Elisabeth Kübler-Ross und Dr.Moody jr. mit zweifellos großen Verdiensten in der Nahtod-Erforschung und in der Entwicklung der Palliativ-Medizin (Sterbebegleitung; humaner Umgang mit Sterbenden etc.) berichten keine. Mag sein, dass der Abstand zwischen dem Sterbeerlebnis und der Befragung der Betroffenen zu Vergessen oder Verdrängung beigetragen hat. Beide Fachleute arbeiteten als Psychiater und waren nicht an Reanimationen beteiligt.

Rawlings2 aber befragte die Betroffenen unmittelbar nach einem erfolgreichen Wiederbelebungsversuch bzw. am Folgetag oder wenig später. Dieselben Patienten – in verschiedenen Zeitabständen interviewt, hatten dann ihre Nahtod-Erlebnisse und vor allem Negatives nicht mehr in Erinnerung. Dies entspricht der Erfahrung, dass Negatives bewusst oder unbewusst ausgeblendet wird – ein Allgemeinplatz psychologischen Wissens.

Waren die Betroffenen wirklich tot?


Sie waren klinisch tot, also ohne funktionsfähigen Blutkreiskauf. Sie waren auch komatös, beispielsweise als Folge einer schweren Durchblutungsstörung des Gehirns oder wegen einer Schädel-Hirn-Verletzung. Aber keiner der Betroffenen hat die gültigen Kriterien des «Hirntodes» sicher erfüllt. Darunter versteht man den unwiederbringlichen Ausfall der Großhirn- und Hirnstammfunktionen. Bei ersterem ist trotz Bewusstlosigkeit hirneigene elektrische Aktivität durch das Elektroenzephalogramm (EEG) nachweisbar. Beim Hirntod aber besteht eine permanente «Null-Linie» im EEG, d.h. alle Funktionen der Gehirntätigkeit (einschließlich der Kreislaufsteuerung und der Atemregulation im Stammhirn) sind erloschen. Der Betroffene kann noch eine gewisse Zeit künstlich am Leben erhalten werden. Aber trotz aller Bemühungen tritt vor allem deswegen der Tod ein, weil sich das Gehirn innerlich fortschreitend zersetzt und auch andere Organe zu sterben beginnen. Zwischen Hirntod und Koma besteht ein riesiger Unterschied.

Wer könnte uns zuverlässige Informationen über das Leben nach dem Tod geben?


Ganz sicher jemand, welcher nicht bloß im Koma, sondern wirklich hirntot gewesen ist. Und möglichst einer, der sich selbst auf dem Gebiet der Medizin bestens auskennt. «Es ist noch niemand zurückgekommen, niemand weiß, was nachher sein wird.» Stimmt dies wirklich?

Niki Lauda, der berühmte, ehemalige Formel-1-Rennfahrer wurde gefragt4: «Was glauben Sie, wäre mit Ihrer Seele passiert, wenn Sie den Unfall damals nicht überlebt hätten?»

Lauda: «Keine Ahnung, das weiß ich nicht. Mich interessieren auch keine Theorien, weil man sie sowieso nie beweisen kann, außer es kehrt mal einer aus dem Jenseits zurück. Mit dem würde ich dann schon gerne reden.»

Es ist einer zurückgekommen!


Wer hat als Einzelperson die größten medizinischen Leistungen der bisherigen Menschheitsgeschichte erbracht? Es war ein zirka 30-jähriger Mann, der weder Theologie noch Medizin studierte. Sein Tätigkeits- und Erfolgsdossier ist atemberaubend. Er hat Menschen mit schweren neurologischen Lähmungen,5.2 schwersten Wirbelsäulenfehlstellungen, 5.3 bedrohlichen Infektionskrankheiten, 5.4 Frauenkrankheiten, 5.5 Epilepsie,5.6 schwersten Augenerkrankungen5.7 und viele andere vollständig wiederhergestellt. Einen in Fäulnis und Verwesung befindlichen Leichnam hat er in blühendes Leben zurückversetzt.5.8 Biochemiker, Biologen, Pathologen, Mediziner sollten diese Spitzenleistung verstehen. Und nach der Folter der römischen Kreuzigung, provozierte und quälte ihn die revoltierende Menschheit ein letztes Mal: «Wenn du wirklich der Sohn Gottes bist, dann steige herab... Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen.»5.9 Er tat das Größere.

Er stieg nicht herab, sondern hinauf aus dem Grab und aus dem Tod.5.10 Kein Mensch kann sich selbst aus Tod und Verwesung zurückkommandieren. Das ist unsere härteste Grenze.

Wer so etwas beherrscht, der kennt nicht nur alle Gesetze der Biologie und Natur, er herrscht und verfügt auch über sie. Er ist der Erfinder, Geber und Erhalter des Lebens.

Die Auferstehung Jesu – eines der bestbezeugten Ereignisse der Menschheitsgeschichte

Dr. Greenleaf, Professor für Rechtswissenschaften an der Harvard Universität, hat die Berichte zur Auferstehung nach den üblichen gerichtlichen Beweisregeln des «alten Dokuments» untersucht. Man versteht darunter solche, die ein Ereignis beschreiben (wollen), für welches keine überlebenden Zeugen mehr existieren. In der Fachwelt ist sein dreibändiges Werk3.1 fest etabliert. In seinem Buch3.2 kommt er zum Ergebnis, dass im Vergleich zu anderen Berichten der Antike für die Auferstehung ungleich mehr historischjuristische Beweise existieren.

Über folgende Indizienkette im Zusammenhang mit der Auferstehung Jesu kommt man nicht hinweg:

  • versiegelter, schwerer Stein am Grabeingang

  • bewaffnete Soldaten als Wachmannschaft (sie hafteten mit ihrem Leben für die Erfüllung ihrer Aufgabe)

  • das Verhalten der Jünger (nach der Festnahme Jesu geflüchtet, bei der Kreuzigung nur vereinzelt anwesend oder von Ferne zusehend; danach versteckten sie sich in einer Wohnung in Jerusalem)

  • die Überlieferung der festgestellten Todeszeichen

  • die schweren salbendurchtränkten Binden, womit ein Leichnam eingewickelt wurde hätten für einen allenfalls Scheintoten das endgültige biologische Ende bedeutet.


Wie hätten also stark verängstigte und vollends eingeschüchterte, verunsicherte Jünger sich plötzlich motivieren und unbemerkt in einer sagenhaften Aktion die Wachmannschaft überwältigen und den schwerstverletzten Komapatienten holen und mit primitivsten Mitteln der damaligen Medizin unauffällig pflegen und heilen können? Die damaligen Behörden hatten in ihrer Voreingenommenheit und nach ihren auch nach den Maßstäben der damals gültigen Rechtsprechung, schweren Verfahrensfehlern wirklich keine Ahnung, was tatsächlich geschehen war. Sie verhielten sich ratlos und blockierten ein objektives Prüfungsverfahren durch Bestechung und Vertuschung. 5.11

Die Lehre und die Leistungen, welche Jesus aus Nazareth (voll)brachte, sind einzigartig und unübertroffen.


Alle seine Lehren, seelsorgerlichen Begegnungen und Wunder weisen auf eine einzigartige Lehrbefugnis, Menschenkenntnis und Vollmacht hin.

Nur er ist «der Weg, die Wahrheit und das Leben».5.12 Er hat schon vor dieser Welt existiert. Er kam, um einer heillosen und todgeweihten Welt das ewige Leben bei Gott, das Heil zu bringen.

Die Bibel und Jesus im Besonderen stellen zwei Todesbegriffe klar:

 

  1. Den natürlichen, biologischen Tod. In der Bibel wird er der erste Tod genannt.

  2. Den zweiten (oder geistlichen) Tod, welcher in seinen Folgen den ersten Tod weit übertrifft.


Der zweite Tod bedeutet nämlich die permanente und unwiederbringliche Trennung von Gott. Er führt in die Hölle. Keiner sprach dies deutlicher aus als Jesus Christus selbst.5.13 Der zweite Tod ist für uns aber vermeidbar! Der erste ist eine unausweichliche Tatsache, «todsicher». Der erste Tod ist die Folge des ersten Ungehorsams der Menschen im Paradies. Die dort implementierte, ursprüngliche Biologie war anders als die jetzige. Sie kannte weder Tod noch Krankheit. Die jetzige Biologie spiegelt den (Ab)Fall von Gott wider. «Der Lohn der Sünde ist der Tod.»5.13 Der «erste Adam» starb geistlich sofort, biologisch erst später. Seither ist der Tod in unseren Genen. Wir sind Opfer und Täter. Wir sind seither sündig von Natur.5.14Wir sündigen also primär, weil wir Sünder sind, nicht umgekehrt. Dies ist die biblischgöttliche Diagnose. Darum sind wir von Gott getrennt. Durch eigene Anstrengung können wir dies nicht rückgängig machen und uns den Himmel nicht verdienen.

Jesus (hebräisch Jeschua) bedeutet: Gott rettet, Gott erlöst.


Nur Jesus konnte den Schuldbrief der Menschheit löschen. Er tat dies am Kreuz von Golgatha. Das dramatische Geschehen schildert Paulus: «Den gegen uns lautenden Schuldbrief hat er ans Kreuz geheftet und gelöscht.»5.15 Jesus sichert uns das Heil in ihm selbst zu, das Wohnrecht5.16 in seiner warmen, überaus wohltuenden, herrlichen und unbeschreiblich liebenden Gegenwart. Der zweite Tod trifft denjenigen nicht, der sich vollständig und unwiderruflich an Jesus Christus bindet. 5.17 Das wird in der Bibel als Bekehrung bezeichnet.

«Ich lebe, und ihr sollt auch leben.»5.18


Aber wie in der Geschäftswelt, so auch hier: Die Angelegenheit wird erst dann rechtskräftig, wenn wir unsere «Unterschrift geben». Die Folge ist das sichere Wissen, wo wir nach dem Tod sein werden.5.19

_______________

(Empfohlene) Literatur:

1 Der Tod – wirklich anders? (Phillip J. Swihart, Verlag: Edition C).

2 Jenseits der Todeslinie (Dr. med. Maurice S. Rawlings, Verlag: Christliche Buchhandlung, CH-5400 Baden).

3.0 Die Tatsache der Auferstehung – Bestätigen die historischen Fakten die Auferstehung Jesu Christi? (Josh McDowell, Memra-Verlag Weichs).

3.1 «A Treatise on the Law of Evidence» (Eine Abhandlung über die Gesetze der Beweisführung); zitiert in: Die Tatsache der Auferstehung – Bestätigen die historischen Fakten die Auferstehung Jesu Christi? (Josh McDowell, Memra-Verlag Weichs).

3.2 «An Examination of the Testimony of the Four Evangelists by the Rules of Evidence Administered in the Courts of Justice» (Eine Untersuchung der Zeugnisse der vier Evangelisten nach den Beweisregeln,wie sie vor Gericht gehandhabt werden), zitiert in :Die Tatsache der Auferstehung – Bestätigen die historischen Fakten die Auferstehung Jesu Christi? (Josh McDowell, Memra-Verlag Weichs).

3 Jesus von Nazareth – Tatsachen und Argumente für die Wahrheit der Evangelien (Josh McDowell/ Bill Wilson,Verlag: Hänssler).

4 GALA, Zeitschriftenausgabe vom 16.10.97.

5 Genfer Studien Bibel,Verlag: Hänssler.

5.2 Matthäusevang. Kapitel 9, Sätze 1-8 und 12, 9-14

5.3 Lukasevangelium 13, 10-17

5.4 Johannesevang. 4, 46-54 und Matthäusevang. 8,14-17

5.5 Lukasevangelium 8,43

5.6 Lukasevangelium 9,37-43

5.7 Markusevang. 8,22-26 und Johannesevang. 9,1-41

5.8 Johannesevangelium 11,43-44

5.9 Matthäusevangelium 27, 40 und 42

5.10 Matthäusevangelium 28,1-7

5.11 Matthäusevangelium 28,12-15

5.12 Johannesevangelium 14,6

5.13 Römerbrief 6,23

5.14 1. Mose 8,21; Römerbrief 3,23 und 7,18-25

5.15 Kolosserbrief 2,14

5.16 Johannesevang. 14,1-3; Offenbarung 21, 3-6

5.17 Johannesevangelium 5,24;Offenbarung 20,7

5.18 Johannesevangelium 14,19

5.19 Johannesevangelium 3,36

6 Wer bist du Jesus? Schlaglichter auf den Mann, der in kein Schema passt. (Carsten Peter Thiede; Verlag: Brunnen)


Der Autor

Chefarzt Dr. Stefan Koppi

Chefarzt Dr. Stefan Koppi

A-Rankweil

verheiratet mit Christine Koppi; drei Kinder, Arzt für Allgemeinmedizin und Facharzt
für Neurologie und Psychiatrie, Ärztlicher Direktor eines Landeskrankenhauses
mit 364 Betten, Inhaber mehrerer wissenschaftlicher Auszeichnungen, zahlreiche Vorträge zu medizinischen und populärmedizinischen Themen, Vizedirektor einer Krankenpflegeschule

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